Heute als "Circes Wald" bekannt, stellt dieser Wald das einzige Beispiel von Planitzwald auf nationaler Ebene dar. Er ist von laubabwerfenden Eichen gezeichnet. Wegen seiner geomorphologischen Merkmale, er erstreckt sich nämlich über eine alte, konsolidierte Küstendüne, gibt es trotz der Urbarisierung heute noch weitläufige Gebiete, die überschwemmt werden. Dank seiner Einzigartigkeit wurde der Wald 1977 in das Netz UNESCO - MAB Biosphärenreservate eingeschlossen.
- Selva di Circe (Broschüre herunterladen- PDF-Date - 240 Kb - auf Italienisch)
Es handelt sich um einen Kalkberg, der eine Höhe von 541 m ü.d.M. erreicht und zweifellos das wichtigste Landschaftselement im Pontinischen Gebiet ist. Sein Innenhang, "Das kalte Viertel" genannt, wird von einem üppigen, termophilen Wald gedeckt. Auf dem gegenüberliegenden Hang, dem südlich gen Meer liegendem "warmen Viertel", wächst eine mediterrane Vegetation starker Salzpflanzen, die Dürre und hohe Temperaturen aushalten. Am Südhang gibt es zahlreiche Höhlen, wo prähistorische Funde von besonderem Interesse ans Licht gebracht wurden.
25 Km an der Küste entlang, zu Fusse des Vorgebirges, erstreckt sich Richtung Norden bis zum Dorf Capo Portiere eine geologisch und botanisch wichtige Stranddüne. Sie besteht aus einer Reihe von Sanddünen und ist 250 m breit. Auch in diesem Fall sind zwei unterschiedliche Naturräume vorhanden, der Eine direkt am Meer, mit Salzpflanzen gedeckt, und der Andereim Inneren, vor Wind sowie Salz geschützt und von Macchia bedeckt.
In der Nähe der Düne erstreckt sich ein breites, feuchtes Gebiet aus vier Strandseen, nämlich Lago di Paola oder di Sabaudia, Lago di Caprolace, Lago dei Monaci und Lago di Fogliano. Die hiesigen Wiesen und WEiden werden in unregelmässigen Abständen überschwemmt. Diese Zone wurde gemäss der Ramsar Konvention (Iran, 1971) zum "Feuchtgebiet von internationalem Interesse" erklärt. Die Brackwasserlagunen und Gebiete, die unregelmässig mit Süsswasser überschwemmt werden, stellen nämlich einen idealen Naturraum für Rast, Überwinterung und Nestbau vieler Vogelarten dar.
Diese Insel gehört seit 1979 zum Nationalpark Circeo. Geographisch gehört sie zu den westlichen Pontinischen Inseln, nämlich Ponza, Gavi und Palmarola, die zusammen mit Ventotene und Santo Stefano das Archipel der Pontinischen Inseln bilden. Auch wenn die Zannone-Insel sehr klein ist, da sie nur 100 ha misst, weist sie eine interessante Fauna sowie eine üppige mediterrane Flora auf, welche dank geringem menschlichen Einflusses gut erhalten sind. Übrigens stellt auch dieses ruhige, unberührte Gebiet einen Zufluchtsort für Zugvögel dar.
- L'isola di Zannone (Broschüre herunterladen- PDF-Datei - 196 Kb - auf Italienisch)
Die Burg Fogliano am gleichnamigen See befindet sich im nördlichen Teil des Nationalparks in der Stadt Latina.
Die Bedeutung dieses Gebiets ist nicht nur von wissenschaftlicher, sondern auch von historischer und architektonischer Art. Hier wurden nämlich unterschiedliche Zeugnisse der antiken Anwesenheit des Menschen ans Licht gebracht. Das alte Rom hat wichtige Trockenlegungsarbeiten durchgeführt und die Zone zu Gunsten der Fischerei verändert.
Wichtige altrömische Funde wurden im Gebiet des Circeo ans Licht gebracht, z.B.: alte Strassen, Städte, Verteidigungsmauern, zivile und religiöse Gebäude, den Hafen von Torre Paola, die Villen in der Nähe von Sabaudia und natürlich auch die Kaiservilla des von Domitian.