Der Nationalpark Circeo restreckt sich über den südlichen Teil der Region Latium, ca. 100 Km von Rom entfernt, am Strand zwischen Anzio und Terracina. Er deckt ca. 8.500 ha der Provinz Latina und umfasst die Städte Latina, Sabaudia und San Felice Circeo sowie die Inseln Zannone und Ponza.
Während das ganze pontinische Gebiet radikal trockengelegt wurde, entstand dieser Park. Seine Gründung hat die totale Abholzung des alten, unwirtlichen Terracina-Waldes abgehalten. Ein kleiner Teil dieses Waldes war, gemeinsam mit dem Sabaudia-See, der Küstendüne und dem Kap Circeo, der ursprüngliche Park. Dank einer im Folgenden entstandenen, spezifischen Regelung hat sich der Park in Grösse (Grenzerweiterung) und Qualität (Gründung von Naturreserven und internationale Anerkennung für den Umweltschutz) positiv entwickeln können.
Die Lage des Nationalparks begünstigt den Vogelzug, und der Park umfasst eine Vielfalt unberührter Naturräume. Bei den letzten Vogelzählungen wurden ca. 25 Vogelarten aufgelistet. Die Vogelfauna spielt ohnehin eine Hauptrolle im Park. Unter den wichtigsten Vogelarten sind das Blässhuhn und der Kormoran zu nennen. Im Park leben aber auch seltene Vogelarten wie z.B. der Wanderfalke, der Fischadler, der Seeadler, der Kranich, der Flamingo und der Löffler.
Etwa 20 Säugetierarten leben ausserdem in diesem Park. Im Rahmen von Programmen und Projekten zur Erhaltung seiner Naturräume werden permanent Studien und Auswertungen durchgeführt, um auch einige andere Säugetierarten eventuell wieder einführen zu können.
Besonders interessant sind hier auch Insekten und Reptilien, wie z.B. die Natter, die Blindschleiche, die Viper, die Sumpfschildkröte und die Landschildkröte, Amphibien, wie z.B. die Erdkröte, der Frosch und der Molch sowie Fischarten wie z.B. die in den hiesigen Seen lebenden Grosskopf-Meeräschen, Aale, Meerbarsche, Goldbrassen, Geissbrassen und Seezungen. In den heimischen Kanälen sind auch Karpfen, Schleien, Koboldkärpflinge und Sonnenbarsche zu finden.
Wie bereits angedeutet ist im Nationalpark die Fauna in unterschiedliche Naturräume unterteilt.
Auch die Vegetation ist in den unterschiedlichen Naturräumen jeweils anders.nella Foresta predominano le varie specie quercine, dal Cerro alla Famia, dal Leccio alla sughera, che ricoprono un ricco sottobosco con abbondanza di edera e di ricche fioriture di ciclamino;
Das ökologische Mosaik des Nationalparks ist reich an prähistorischen Funden, welche die hiesige Anwesenheit der Menschen in längst vergangenen Epochen beweisen.
Die zahlreichen Höhlen und natürlichen Unterschlupfe stellen wichtige prähistorische Hinterlassenschaften dar. Hier wurde übrigens 1939 von Prof. Blanc ein Neandertaler-Schädel gefunden. Es gibt aber auch andere Zeugnisse, wie fossile Überreste oder Steinfunde, durch die man das Leben und die Aktivitäten der damaligen Menschen nachempfinden kann.
Die archäologischen Funde stammen vor Allem aus dem alten Rom, als technische Kenntnisse bereits den Bau von grossartigen Häusern und auch von Wasserwerken ermöglichten. Hierbei nennenswert ist beispielsweise die Domitian-Villa, eine geschickte Verbindung aus Wohnräumen und Thermalbädern.
Die Ausgrabungen um die Villa haben Funde ans Licht gebracht, die in verschiedenen Museen ausgestellt werden. Darunter befinden sich der Kessel-Apoll und der Querflöten-Faun. Beide Stücke dienten der Zierde der Thermalvilla.